Darum geht es

unsichtbar – Irritation in Schwarz

unsichtbar …

zeigt Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen. Behinderung ist mehr als Einschränkung: Behinderung ist auch behindert werden!

Menschen mit Behinderung werden in der Gesellschaft kaum wahrgenommen: Jede fünfte Person in der Schweiz lebt mit einer Behinderung (1.8 Mio.≈ 20% der Gesamtbevölkerung, Quelle: BFS). Manche von ihnen werden nicht gesehen, andere wollen bewusst unsichtbar bleiben.


«Würden Sie Ihre unsichtbare Behinderung in einem Bewerbungsgespräch nennen? Wie viel Offenheit und Ehrlichkeit schadet einem dabei?»

Die meisten Behinderungen sind auf den ersten Blick unsichtbar, wie Gehörlosigkeit, psychische Erkrankungen, Hirnverletzungen oder chronische Erkrankungen. Mehrere Studien kommen zum Ergebnis, dass nur etwa 7% aller Behinderungen sichtbar sind. Stigmatisierung, Vorurteile oder unsichtbare Mauern lassen Menschen, die davon betroffen sind, häufig ohnmächtig zurück.



… Irritation …

meint Verunsicherung.

Gewohnheit birgt einerseits das Gefühl von Sicherheit und andererseits die Gefahr, Menschen, Situationen und Erfahrungen mit einem eingefahrenen Blick wahrzunehmen. Menschen ändern sich, so wie Situationen und Erfahrungen auch. Vieles kann man anders denken, wenn man sich auf die Reise macht.

Die Silhouetten irritieren das Bild öffentlicher Plätze und regen dazu an, über die eigene Unsichtbarkeit nachzudenken.

«Sind Krankheit und Behinderung ein Makel? Können Menschen mit Behinderung eigentlich gesund sein?»




… in Schwarz

Gesundheit, Arbeit und Wohlstand sind in unserer Gesellschaft wichtige Faktoren, über die sich viele definieren. Gleichzeitig führen Menschen mit Behinderung ein Schattendasein. Die schwarzen Schattenbilder stehen beispielhaft für Persönlichkeiten, die ihr Leben mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen gestalten.


«Ist Behindert-Sein Privatsache? Lebt nicht jeder Mensch auch in seiner Schattenwelt?»

Ausserdem

Ausgangslage und Motivation
Das Behindertengleichstellungsgesetz und die UN-Behindertenrechtskonvention fordern ein, den uneingeschränkten Zugang zu allen Lebensbereichen für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Dazu zählen auch Bildung und Arbeit.


Kommunikation und Begegnung sind wesentlich für das Zusammenleben, denn jeder von uns ist Teil der Gesellschaft. Für die Umsetzung des chancengerechten Zugangs müssen alle Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam handeln.

Umsetzung und Konzept
Die Kampagne zeigt dreizehn schwarze, lebensgrosse Silhouetten. Diese Schattenfiguren irritieren durch einen Schriftzug mit ihrer Herausforderung. Der entsprechende QR-Code führt auf die unsichtbar-Website. Hier werden die Silhouetten zu sichtbaren Personen, die aus ihrem Leben mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen erzählen. Ihre Biografien geben Einblick in ihre Wirklichkeit und inspirieren den Betrachter zur eigenen Auseinandersetzung mit Themen wie Vorurteile, Selbstwahrnehmung und Selbstbestimmung.

Pirmin Vogel gestaltet die visuelle Umsetzung der Kampagne www.pirminvogel.ch.

Unterwegs durch die Schweiz
Ausgehend von Basel wird die Kampagne in mehreren Schweizer Städten zu sehen sein. Immer mittendrin, damit das Thema Behinderung auch sichtbar wird. Rund um die Ausstellungsorte sind Veranstaltungen und Begegnungen geplant. Die aktuellen Informationen finden Sie unter Veranstaltungen.

Im Austausch @unsichtbar
Kommunikation und Begegnung sind wesentlich für das Zusammenleben in der Gesellschaft. «unsichtbar» will inspirieren und irritieren, über die eigene Unsichtbarkeit und das eigene In-der-Welt-Sein nachzudenken. Zwei Fragen regen dazu an: Wann machst Du Dich unsichtbar? Wie bleibe ich für andere sichtbar? Lesen Sie hier weiter, welche Antworten uns erreichen. 


Weiter auf Reisen
Die Silhouetten können im Anschluss an die aktuelle Kampagne ausgeliehen werden. Informationen erhalten Sie hier info@impulse.swiss.